Hinein in das dänische Jahr…

2020 feiern wir das Deutsch-Dänische Kulturelle Freundschaftsjahr kultur2020.de.

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100 Jahre Deutsch-Dänische Grenze – Dänemark und Deutschland teilen viele zentrale Grundwerte wie das Demokratieverständnis, die Meinungs- und Religionsfreiheit sowie den Schutz von Minderheiten. Ausgehend von den tiefen historischen Verbindungen zwischen Dänemark und Deutschland soll das kulturelle Freundschaftsjahr 2020 die bereits hervorragende Zusammenarbeit beider Länder weiterentwickeln, vertiefen und zugleich als internationales Vorbild für ein friedliches und zukunftsorientiertes Zusammenleben im 21. Jahrhundert dienen. Das kulturelle Freundschaftsjahr umfasst 12 Leuchtturmprojekte und mehr als 100 Einzelveranstaltungen in Deutschland und Dänemark.
So richten auch wir unseren Scheinwerfer auf die Literatur Dänemarks, natürlich neben vielen weiteren literarischen Veranstaltungen der nordischen Länder – bei uns im Pankebuch und in den Nordischen Botschaften nordischebotschaften.org. Hier unsere Aussichten für 2020!

Dienstag 7. Januar 19.30 Uhr – Erster offener Lesekreis 2020, dann immer am 1. Dienstag des Monats. Im Januar kreisen wir um Siegfried Lenz „Deutschstunde“ – willkommen! (Nächster Termin wegen der Winterferien am 11. Februar, Thema „Franziska Linkerhand“ von Brigitte Reimann)


Donnerstag 6. Februar 20 Uhr – Tomte Parker liest aus „Kalter Schwede, ein Winter in Lappland“ Skandinavienfan Parker liest Passagen aus seiner amüsant geschriebenen Liebeserklärung ans märchenhafte Lappland. Er garniert seine Lesung mit faszinierenden Bildern und Videos von der grandiosen Kulisse der Region: Nordlichter, Schlittenhunde, rasante Fahrten mit dem Schneemobil

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Muss man seinen Job kündigen, die Familie im Stich lassen und sein ganzes bisheriges Leben über den Haufen werfen, um jenseits der Vierzig noch Abenteuer zu erleben? Im Buch „Kalter Schwede!“ wird diese Frage von Autor Tomte Parker mit einem entschiedenen „Nein!“ beantwortet. Zusammen mit seiner Frau und seinem pubertierenden Sohn verbringt der Autor ein Gastjahr in Schwedisch-Lappland. Dort lernen sie gemeinsam wie man der Eiseskälte, meterhohem Schnee und den dunklen Wochen der Polarnacht trotzt. Im Handumdrehen sind sie von den Schönheiten der dortigen Wildnis fasziniert. Das Leben in der Subarktis hält fast täglich Neues und Spannendes für sie bereit. Insofern wären innerfamiliäre Aufreger definitiv nicht notwendig. Das interessiert den Teenager aus dem Tross der freiwillig Versprengten jedoch nicht die Bohne… Diese Bilderbuchlesung verspricht eine äußerst erfolgreiche Entführung in die Welt des Nordens. Obwohl er in einem anderen Leben als Arzt arbeitet, laufen die Arbeiten an Parkers drittem Buch auf Hochtouren. Schon sein erstes Werk „Ich lieg dann mal los“ (ein Bericht über seine unfreiwillig komische Liegeradreise zum Nordkap) sorgte für Lachtränen bei den Lesern. Auch das Wortspiel im Titel des neuen Buchs „Frei-Bär für alle!“ deutet auf Parkers Lust an Sprache. Es beschreibt u.a. Begegnungen mit dem riesigen Landraubtier in der Wildnis des europäischen Nordens. Sein Erscheinen ist für das Frühjahr 2020 geplant. Parker lebt seit nahezu zwei Jahrzehnten im Wendland – wenn er nicht gerade sein eigenes „Schwedenweh“ heilt.

Karte: 8 Euro. Wir bitten um Anmeldung.

Mittwoch 26. Februar 20 Uhr – Die rennomierte Übersetzerin Angela Plöger (finnisch-uebersetzungsdienst.de) stellt „Der letzte Zug nach Moskau. Zwei Freundinnen, zwei Schicksale, eine jüdische Familiengeschichte“ (dtv) des finnischen Autors René Nyberg vor.

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Eine außergewöhnliche Familiengeschichte. »Mutter Jüdin, aber hat die Deutsche Schule besucht.« Diese Notiz über sich fand René Nyberg eines Tages in den Unterlagen des finnischen Außenministeriums, für das er als Diplomat tätig war. Dass seine Mutter Fanny Jüdin war, hatte er selbst erst als Jugendlicher erfahren. Viel mehr wusste er lange Zeit nicht, denn es wurde in der Familie kaum darüber gesprochen. Erst Jahrzehnte später, als er Lena, die Tochter von Fannys heißgeliebter Cousine Mascha kennenlernte, die inzwischen in Israel lebte, beschloss er, der Geschichte seiner Familie nachzugehen. Er forschte in Archiven, befragte Zeitzeugen, sammelte verstreute Familiendokumente und studierte die einschlägige historische Literatur. So konnte er schließlich diese außergewöhnliche und abenteuerliche Familiengeschichte erzählen. Fanny war von ihrer jüdischen Familie verstoßen und sogar für tot erklärt worden, als sie 1937 den nichtjüdischen Finnen Bruno Nyberg heiratete. Von da an gab es über viele Jahre keinen Kontakt, obwohl alle Familienmitglieder in Helsinki lebten. Alle überlebten den Krieg, denn die Juden in Finnland blieben vor der Verfolgung verschont. Anders als in Lettland. Dort in Riga lebte Mascha mit ihrem Mann Josef und ihrer Familie. Fanny und Mascha hatten vor dem Krieg viel vergnügte Zeit miteinander verbracht. Mascha war Musikpädagogin, Josef Geiger. Die beiden bestiegen mit zwei Koffern den letzten Zug, der noch in Richtung Moskau fuhr, zwei Tage vor dem Einmarsch der Deutschen 1941. Eltern und Geschwister schlossen sich der Flucht nicht an. Sie wurden alle ermordet. Mascha und Josef jedoch überlebten den Holocaust in der Sowjetunion und kehrten gegen Kriegsende wieder nach Riga zurück. Lena wurde dort als erstes jüdisches Kind nach dem Krieg geboren. Die Familie wanderte schließlich nach Israel aus, aber Josef fühlte sich dort nicht heimisch. Den letzten Teil ihres Lebens verbrachte das Ehepaar in Berlin, als deutsche Staatsbürger. Denn Josefs Eltern waren Deutsche gewesen und er hatte nach dem Bundesentschädigungsgesetz Anspruch auf eine Rente und die deutsche Staatsangehörigkeit.

René Nyberg, 1946 in Helsinki geboren, Politikwissenschaftler und Diplomat, war von 2004 bis 2008 finnischer Botschafter in Deutschland, vorher vier Jahre finnischer Botschafter in Russland, danach als CEO des East Office of Finnish Industry tätig. Für die Geschichte seiner Familie hat er in zahlreichen internationalen Archiven recherchiert.

Karte: 8 Euro. Wir bitten um Anmeldung.

Vielen Dank für die Unterstützung an den Verein Das finnische Buch e.V.

Sonnabend 29. Februar ab 16 Uhr – Der geschenkte Tag – ein Ausflug nach Caputh ?!

Bereits zum 6. Mal sind wir zu Gast in der wunderschönen Manuskriptur von Barbara Tauber am Schloss Caputh und lesen vor am Feuer. In diesem Jahr Literatur aus Dänemark, für junge und ältere Gäste – lassen Sie sich überraschen!

Zur Literatur reichen wir dänische Köstlichkeiten, von unserer Gastgeberin zubereitet. Auch der Büchertisch wird reich gedeckt sein!

Eintritt frei, wir freuen uns über Spenden.

Donnerstag 5. März 20 Uhr – Wir laden ein, mit Autor Torsten Schulz durch das Skandinavische Viertel im Prenzlauer Berg zu streifen (Mein skandinavisches Viertel, bebra Verlag),

Karte: 8 Euro, wir bitten um Anmeldung.

Vom 12. bis 15. März findet die Leipziger Buchmesse statt. Wir werden uns vom 13. bis 14. März dort inspirieren lassen, Verlage besuchen, Lesungen lauschen und sind besonders gespannt auf die lange nordische Lesenacht.

Sonabend 21. März 15 – 18 Uhr – Endlich wieder indiebookday, in diesem Jahr mit Camilla Zuleger, der jungen Verlegerin des nord-verlag aus Kopenhagen. Wir sprechen über ihre literarischen Schätze, dazu gibt viele gute Bücher aus anderen unabhängigen Verlagen, eine Indieband und und und – das wird ein Fest! indiebookday.de

Eintritt frei, wir freuen uns über Spenden.

Wir freuen uns sehr auf dieses neue Jahr mit Ihnen und Euch im Pankebuch und an den anderen Orten, an denen wir Lesungen mit Büchertischen begleiten.

Katrin Mirtschink und Petra Wenzel